ReilEcke 1988 Das Finale der Improtheatersoap am 26. Oktober 2018 um 20 Uhr

Von Mai bis Oktober konnte man nun Walter Koslowski dabei beobachten wie er mit der Zwangsversetzung von einer leitenden Position des Postzeitungsvertriebs der DDR in den Kiosk vom Typ K600 am Reileck umgeht. Viele Rückschläge musste er einstecken. Trotz eines kurzen Techtelmechtels mit seiner ehemaligen Sekretärin Marianne wird sie ihren Mann nicht für Walter verlassen. Der ABV hat Koslowski schon lange auf dem Kieker und dank des komischen Kautz und Bürgerrechtler Walter Vogel verliert Koslowski seine Linientreue und hat zudem zwei Gefangene, einen NVA Soldaten und eine Lyrikerin, im Keller des Kiosk zu versorgen. Zu aller Überraschung tauchte Margot Honnecker persönlich am Kiosk auf. Ob sie von alldem etwas mitbekommen hat? Und schmerzte Koslowskis Herz vor Aufregung oder ist es etwas Ernstes? All das und noch viel mehr erfährt man bei der 5., letzten und finalen Folge von ReilEcke 1988.

Fotos: Gerolf Mosemann

ReilEcke 1988 – Glasnost und Perestroika
Halle/Saale, nördliche Innenstadt, Hauptverkehrskreuzung Reileck, Ende der 80er Jahre.
Im Mittelpunkt dieser Theaterseifenoper steht Walter Koslowski – Betreiber eines Kiosk vom Typ K600. Vom Bezirksleiter beim staatlichen Postzeitungsvertrieb zwangsversetzt in den Kiosk ist der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften nun seine Aufgabe. Und selbstverständlich ist der kleine Laden auch ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und der Diskussionen – manchmal mehr als es Koslowski lieb ist.

Das Sprecher- und Schauspielerkollektiv „Hörspiel auf Verlangen“ katapultiert hr.fleischers Kiosk am Reileck in die Vorwendezeit. Anhand von Recherchen in Zeitzeugen- und Presseberichten erforschen sie auf ihre theatral-improvisierte Weise das gesellschaftliche Klima und die Zustände der damaligen Zeit. Damit verbunden werden soaptypische Themen wie Meinungs-verschiedenheiten, Liebe und Intrigen.

Was sich genau in der jeweiligen Folge ereignet, wird der Abend zeigen. Alles ist improvisiert und wird das Publikum, wie auch die Schauspieler, gleichermaßen überraschen. Und selbstverständlich endet jede Folge mit einen Cliffhanger – wie sich das für eine richtige Seifenoper gehört.

Hörspiel auf Verlangen
Hörspiele faszinieren sie. Hörspiele verführen sie in andere Welten. Hörspiele fordern sie heraus. Unter dem Namen Hörspiel auf Verlangen improvisieren 8 Akteur*innen regelmäßig live auf Radio Corax. Jeden zweiten Sonntag im Monat senden sie ihr bislang einzigartiges Format von einem anderen Ort und lassen sich von der Umgebung und dem Publikum inspirieren.
Egal was sich gewünscht wird, sie machen daraus ein persönliches Hörerlebnis. Ob Geschichten, Figuren, Dramen oder Lieder, Alles ist bei ihnen improvisiert, auch die Musik und die Geräusche.
Abseits der Radiosendung spielen sie auch improvisiertes Theater. Dabei verwandeln sie mit ihren außergewöhnlichen Formaten, wie z. B. der legendären „ImproJukebox“, dem Schattentheater „Blaue Stunde“ und der Improtheaterseifenoper „ReilEcke“, ungewöhnliche Orte zu öffentlichen Bühnen.