La Ligne d’Ombre – Claire Laude Ausstellung zum Projektstipendium vom 10.11.2018 bis zum 4.12.2018

La Ligne d’Ombre – Claire Laude (Projektstipendiatin 2018) – Eröffnung der Ausstellung am 10. November 2018 um 18 Uhr am Kiosk + Artist Talk am Stadtlabor um 20 Uhr

Die in Berlin lebende bildende Künstlerin Claire Laude gewann mit ihrer Idee das dritte ausgeschriebene Projektstipendium »Mach den Kiosk!« des halleschen hr.fleischer e.V. Anlässlich ihrer Ausstellungseröffnung am 10.11.2018 um 18 Uhr am Kiosk am Reileck, hat sie befreundete Künstlerinnen zu einem Artist Talk eingeladen, der gleich im Anschluss um 20 Uhr am Stadtlabor des hr.fleischer e.V. beginnt.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 10.11.2018 um 18 Uhr am Kiosk am Reileck mit einer Einführung von Katrin Eitner (Förderverein zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.) laden wir herzlich ein!

Und gleich im Anschluss:
Künstlerinnengespräch um 20 Uhr am Stadtlabor des hr.fleischer e.V., Große Klausstraße 6, 06108 Halle (Saale)
Claire Laude – Installation, Fotografie & Video
Kaetha _ hannah goldstein & Katja Haustein – Kuratorinnenteam
Inken Reinert – Installation & Zeichnung

Ausstellungszeitraum: 10.11.2018 bis zum 4.12.2018

Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle (Saale).

Bild: Claire Laude

Claire Laude widmet sich in ihrer installativen Ausstellungsidee der Grundintention des Stipendiums – dem Gedenken an Juliane Noack – und dem Kiosk als Bauwerk. In ihrer künstlerischen Arbeit verändert sie Orte und baut provisorische Installationen, die auf Unausgewogenheit und Verletzlichkeit verweisen. Damit möchte sie den Prozess der Zeit und ihre Unbeständigkeit thematisieren.

Für das Projektstipendium war der Ursprungsgedanke von Claire Laude, einen Teil der Struktur des Kiosks mit Kupferrohren zu reproduzieren und daneben versenkt zu installieren. Die Wiederaufnahme dieser Struktur und das Material Kupfer beziehen sich auf die verstorbene Künstlerin Juliane Noack und erinnern an sie. Noack hatte bei ihrer Arbeit oft Kupfer verwendet – zum Beispiel zur Herstellung von gefalteten Tiermasken, eines ihrer letzten Werke. Der Entwurf konnte so leider nicht am Kiosk realisiert werden, weil die Installation die öffentlichen Wege stören würde.
Um die ursprüngliche Idee nicht komplett aufzugeben, hat Claire Laude stattdessen Modelle gebaut, die Teile der Struktur des Kiosks mit Kupferrohren und Holz reproduzieren und deren Zerstörung inszeniert. Das Feuer symbolisiert, genauso wie das Versenken, den Unfall, die Zerstörung und den Tod.

In der Ausstellung zeigt sie das Ergebnis mit teilweise projiziertem Bildmaterial – Fotografien und Video. Der Ausstellungstitel „La Ligne d’Ombre“ (Die Schattenlinie) bezieht sich auf die gleichnamige Novelle von Joseph Conrad. In dieser geht es um die Beziehungen zwischen Menschen, die in einem geschlossenen Raum, einem Boot, erleben müssen, dass es keinen Ausweg gibt. Claire Laudes Entwurf, also die Verdoppelung der Struktur des Kiosks und deren Symbolik, greift die eigentliche Bedeutung des Wortes Schattenlinie auf, aber auch deren Metapher – die Ambivalenz zwischen Kommen und Gehen, zwischen Erschaffung und Zerstörung, zwischen dem was bleibt und dem was verloren geht.

© Gerolf Mosemann
www.gerolf-mosemann.com
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