Händel-Festspiele 2026. Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher • Händel-Festspiele Halle und WIR-Festival im hr.fleischer – Kiosk am Reileck 4.–15. Juni 2026

Im Rahmen der Händelfestspiele gibt es eine kleine Idee mit großer Wirkung:

Für die Juni-Ausstellung haben wir, der hr.fleischer Kiosk zusammen mit dem WIR-Festival Hallesche Chöre dazu eingeladen, ihre Chorproben in den öffentlichen Raum zu verlegen, nämlich vor den ehemaligen Zeitungskiosk des hr.fleischer e.V. am Reileck. So begleiten sie die Ausstellung „Mannsbilder. Too hot to Händel“ musikalisch und können sich einem breiten Laufpublikum bekanntmachen, für ihr Programm werben und vielleicht neue Mitglieder gewinnen.

Wir freuen uns auf folgende Chorproben am Kiosk:

DO, 4.6.,19 Uhr, Robert Franz Singakademie

MO, 8.6., 19:30 Uhr, Jazzchor in Tune

MI, 10.6., 18 Uhr, Konzerthallenchor

MI, 17.6., 19 Uhr, solmi a capella

DO, 18.6., 19 Uhr, Robert Franz-Singakademie

 

Die Händel-Festspiele öffnen sich im ersten Jahr unter der Leitung von Florian Amort bewusst neuen Perspektiven, Formaten und Publikumsgruppen. Unter dem Motto „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ beschäftigen sie sich vom 5. bis 14. Juni über 80 Veranstaltungen mit historischen und gegenwärtigen Vorstellungen von Männlichkeit – in Oper, Konzert, Performance, Film, Clubkultur, Literatur und Stadtgesellschaft. Verhandelt werden Fragen, wie Männlichkeit erzählt, inszeniert und gelebt wurde und wird. Händels Opern sind voller Männerfiguren, die lieben, kämpfen, scheitern, zweifeln und sich verändern – und sind damit nicht nur erstaunlich aktuell, sondern bieten auch Anknüpfungspunkte für aktuelle Diskurse.

Mit der Bespielung des hr.fleischer-Kiosks wagen die Händel-Festspiele dabei einen Schritt stärker in die Stadt hinein. Gemeinsam mit dem WIR-Festival soll der Kiosk zur Festspielzeit zu einem offenen Ort für Impulse und Sichtbarkeit werden. Gezeigt werden ausgewählte Highlights der Händel-Festspiele – von Barockoper bis Drag Workshop, von Händel LAB bis BRIDGES. Ein Teil der Gestaltung greift die Sonderausstellung „Mannsbilder. Too hot to Händel?“ im Händel-Haus auf, die bereits eine Woche vor Festivalbeginn eröffnet wird. Elemente der Ausstellung sowie Hintergründe zu Männlichkeitsbildern im Barock treten am Kiosk in Dialog mit aktuellen Perspektiven auf das Festivalmotto.

Die Präsenz der Händel-Festspiele im Kiosk ist auch ein Annäherungsversuch der Festspiele an Menschen, Szenen und kulturelle Öffentlichkeiten, die bisher vielleicht wenig Berührung mit den Festspielen hatten. Die programmatische und kooperative Öffnung der Festspiele in die Stadtgesellschaft soll keine kurzfristige Kampagne sein, sondern Teil eines Aufbruchs, Händel-Festspiele größer, inklusiver und diverser zu denken und zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit dem WIR-Festival verbindet dabei gemeinsame Fragen nach kultureller Teilhabe, künstlerischer Freiheit und einer lebendigen demokratischen Stadtkultur. Vieles entsteht dabei bewusst im Prozess und aus neuen Kooperationen heraus.

Weitere Informationen folgen während der Festspielzeit direkt vor Ort und über die Kanäle der Beteiligten.

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